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Ich bin zum Glück zu zweit

Ein Timeout mit Jürg Kienberger und Jeroen Engelsman.
FREITAG, 11. DEZEMBER 2015, 20 UHR

Menschsein macht müde …

Der Musikspieler Jürg Kienberger sitzt in der Künstlergarderobe und bereitet sich auf seinen Soloauftritt vor. Er hat einen schlechten Tag erwischt; der Nacken ist steif, das Knie schmerzt, die Stimme ist heiser, das Kostüm schon jetzt, vor dem grossen Auftritt anlässlich eines Symposiums zum Thema «Burnout in der Leistungsgesellschaft», vollkommen durchgeschwitzt. Am liebsten würde er abhauen. Was würde das aber für ihn bedeuten, dessen Existenz vom erfolgreichen Bühnenauftritt abhängt? Das Adrenalin wird’s schon richten.

Der junge Haustechniker Jeroen Engelsman, der sich nebenbei als talentierter Akrobat entpuppt, bringt frischen Wind in diese arbeitsmüde Garderobe. Die beiden überbieten sich in ihren Darbietungen und lassen gemeinsam grosse Clowns wie Grock, Buster Keaton und Olov aufleben.

Regie: Claudia Carigiet. Eine Koproduktion von Jürg Kienberger und Claudia Carigiet mit dem Kleintheater Luzern, dem Theater Chur, dem Theater Ticino Wädenswil und dem Theater Tuchlaube Aarau.

Jürg Kienberger, Träger des Schweizer Kleinkunstpreises 2014, ist ein wunderlicher Musikspieler, ein wehmütiger Melodienclown, liebevoll umständlich und von kultiviertester Schrulligkeit. Alleine mit seinem Körper, seiner glockenhellen Stimme und einem Instrument vermag er ganze Welten hervorzurufen. Mit zärtlicher Hingabe und unendlicher Musikalität lotst Kienberger in seinen melancholisch-fragilen Geschichten verschrobene Gestalten ins unvermeidliche Scheitern.

Jeroen Engelsman, ausgebildet an der Scuola Dimitri, war als freischaffender Schauspieler u.a. am Schauspielhaus und am Opernhaus Zürich, am Theater Basel und Essen tätig.

Eintritt: Fr. 30.- (erm. 20.-)

 

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