Mike Allenspach
UnSichtbar kann eine Maltechnik Weiss auf Weiss sein,
in welcher sich die Wirklichkeit des Bildes erst am Ende durch Hinterlegung eines schwarzen Hintergrundes manifestiert. Als Staffelei das Handy, als Pinsel der Daumen. Losgelöst von nach Perfektion strebender innerer Kritik. Intuitiv, spannend, berührend.
UnSichtbar kann ein Mensch sein,
der nicht im Mittelpunkt stehen will, der da ist und doch nicht gesehen wird, der seinen Schmerz schluckt, ignoriert zu werden, der den Schüchternen die Scham nimmt, den Zauderern den Mut gibt, der weder Dank noch Anerkennung sucht, der einfach da ist.
Meine Bilder zeigen Menschen. Jede erahnte Bewegung, jede Pose, jeder Gesichtsausdruck ist der Eigene. Ich sehe mich ihn ihnen selbst, lasse sie sichtbar werden. Das Sichtbare lässt dabei aber immer Platz für das Unsichtbare. Die vermeintliche Leere wird gefüllt, das gefühlt Fehlende wird vervollständigt. Der Betrachtende erschafft mit seinen Erinnerungen seine eigene Wirklichkeit und vollendet das Bild auf seine Weise.
Die Bilder sind vom 11. November bis 10. Januar im Foyer vom Fabriggli ausgestellt und können während den Veranstaltungen besichtigt werden.